Leichte Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt hält an

von | 10. Mai 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Arbeits­lo­sig­keit sinkt zum Vor­mo­nat, bleibt aber höher als im Vor­jahr

Daten im Über­blick

Arbeits­lo­sen­zahl im April: ‑442 zu Vor­mo­nat (-5,2 Pro­zent) auf 8.067

Arbeits­lo­sen­zahl im Vor­jah­res­ver­gleich: +294 (+3,8 Pro­zent)

Arbeits­lo­sen­quo­te gegen­über Vor­mo­nat: ‑0,1 bei 3,1 Pro­zent

Arbeits­lo­sen­quo­te im Vor­jahr: 3,0 Pro­zent

(red). „Auch im April nahm die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen im Ver­gleich zum Vor­mo­nat ab. Gleich­wohl blieb der Bestand arbeits­los gemel­de­ter Per­so­nen auf einem höhe­ren Niveau als im April des Vor­jah­res. Ursa­che dafür ist die anhal­ten­de ange­spann­te wirt­schaft­li­che Lage. Die schwä­cheln­de Kon­junk­tur und Unsi­cher­heit in vie­len Bran­chen brem­sen die Dyna­mik am Arbeits­markt.“, erläu­tert Wolf­gang Lan­ger, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Ans­bach-Wei­ßen­burg.

„Im aktu­el­len Berichts­mo­nat wur­den in der Agen­tur für Arbeit Ans­bach – Wei­ßen­burg zwar deut­lich mehr neue Arbeits­stel­len als im Vor­mo­nat und im Vor­jah­res­mo­nat gemel­det. Die­se Ent­wick­lung der Arbeits­kräf­te­nach­fra­ge ist aber maß­geb­lich durch einen ein­ma­li­gen Son­der­ef­fekt in einem bestimm­ten Wirt­schafts­zweig im Land­kreis Roth beein­flusst. Die Stel­len in die­sem Bereich ste­hen bun­des­weit zur Ver­fü­gung, auch die Ein­stel­lun­gen erfol­gen bun­des­weit. Sta­tis­tisch wer­den die­se aber einem Stand­ort im Land­kreis Roth auf­grund eines dort gele­ge­nen zen­tra­len Aus­bil­dungs­stand­orts zuge­ord­net. Ohne die­sen Effekt hät­te es im Agen­tur­be­zirk Ans­bach – Wei­ßen­burg am aktu­el­len Rand einen deut­li­chen Rück­gang des Zugangs an gemel­de­ten Arbeits­stel­len im Ver­gleich zum Vor­jahr um 254 Stel­len gege­ben“, erklärt Wolf­gang Lan­ger.

„Der Arbeits­markt erholt sich sai­so­nal, steht aber unter Druck. Die höhe­re Arbeits­lo­sig­keit im Vor­jah­res­ver­gleich und der im Ver­gleich zum Vor­jahr rück­läu­fi­ge Stel­len­be­stand wei­sen auf eine vor­sich­ti­ge­re Per­so­nal­po­li­tik vie­ler Unter­neh­men hin. Die Ent­wick­lung in den kom­men­den Mona­ten wird maß­geb­lich von der wirt­schaft­li­chen Gesamt­la­ge und den poli­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen abhän­gen,“ ergänzt Wolf­gang Lan­ger.

Zugang an neu gemel­de­ten Stel­len zum Vor­mo­nat auf­grund eines ein­ma­li­gen Son­der­ef­fekts höher – Stel­len­be­stand im Ver­gleich zum Vor­jahr deut­lich nied­ri­ger

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­centern 1.313 neue Stel­len im Lau­fe des Monats. Das sind 528 bzw. 67,3 Pro­zent mehr als im Vor­mo­nat und 246 bzw. 23,1 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Der genann­te Son­der­ef­fekt umfasst 500 Stel­len. Betrach­tet man die Stel­len­si­tua­ti­on ohne die­se Beson­der­heit wäre im Ver­gleich zum Vor­mo­nat ein leich­ter Stel­len­zu­wachs von 28 Stel­len und im Ver­gleich zum Vor­jahr der bereits dar­ge­stell­te deut­li­che Rück­gang von 254 zu ver­zeich­nen. Der Bestand an offe­nen Stel­len ist mit 5.367 um 395 höher als im Vor­mo­nat und um 610 nied­ri­ger als im April 2024.

Der größ­te Anteil an frei­en Stel­len im Bestand kommt mit 991 aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be. Danach folgt die Arbeit­neh­mer­über­las­sung mit 787 offe­nen Arbeits­stel­len. Im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen sind 630 und im Bau­ge­wer­be sind 511 Stel­len zu beset­zen. Der Groß- und Ein­zel­han­del mel­det 387 Arbeits­plät­ze und das Gast­ge­wer­be 279.

In der Arbeit­neh­mer­über­las­sung sind 29,0 Pro­zent weni­ger freie Stel­len zu beset­zen, im Groß- und Ein­zel­han­del sind 20,4 Pro­zent weni­ger freie Stel­len im Bestand als im Vor­jahr, im Bau­ge­wer­be 15,1 Pro­zent und im ver­ar­bei­ten­den Gewer­be 14,5 Pro­zent. Im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen sind 12,1 Pro­zent und im Gast­ge­wer­be 4,8 Pro­zent weni­ger freie Stel­len wie im Vor­jahr zu beset­zen.

Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen bei Agen­tur für Arbeit und Job­cen­tern zum Vor­mo­nat gesun­ken

Von den ins­ge­samt 8.067 arbeits­los gemel­de­ten Men­schen wer­den 4.536 und damit 56,2 Pro­zent von der Agen­tur für Arbeit betreut, 329 weni­ger als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Per­so­nen, die bei der Agen­tur für Arbeit arbeits­los gemel­det sind um 486 bezie­hungs­wei­se 12,0 Pro­zent gestie­gen.

Bei den Job­cen­tern sind der­zeit 3.531 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind 113 Per­so­nen weni­ger als im Vor­mo­nat und 192 weni­ger als im Vor­jahr.

Stadt und Landkreise

Der Arbeits­markt im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen liegt bei 3,4 Pro­zent (Vor­mo­nat: 3,7 Pro­zent, Vor­jahr: 3,5 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 145 gesun­ken und liegt bei 1.892. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 12 ab.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im April 139 neue Stel­len, das sind 20 weni­ger als vor einem Monat und 30 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.061 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑37; Vor­jahr: ‑124).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 979 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 121 Per­so­nen weni­ger. Beim Job­cen­ter sind mit 913 Per­so­nen 24 weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 101 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters nahm sie um 113 Per­so­nen ab.

Der Arbeits­markt in der Stadt Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te in der Stadt Ans­bach liegt bei 5,0 Pro­zent (Vor­mo­nat: 5,3 Pro­zent und Vor­jahr: 4,6 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 65 gesun­ken und liegt jetzt bei 1.210 Per­so­nen. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 113 zu.

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im April 160 neue Stel­len, das sind 17 mehr als vor einem Monat und 77 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind aus dem Stadt­ge­biet Ans­bach 695 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +22; Vor­jahr: ‑140).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 528 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind 25 weni­ger als vor einem Monat. Beim Job­cen­ter sind 682 Per­so­nen arbeits­los gemel­det und damit 40 weni­ger als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr stieg die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 95 Per­so­nen und im Bereich des Job­cen­ters um 18.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Ans­bach liegt bei 2,9 Pro­zent (Vor­mo­nat: 3,0 Pro­zent und Vor­jahr: 2,7 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen nahm im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 199 ab und liegt jetzt bei 3.149. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 164 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Ans­bach mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice im April mit 308 neu­en Stel­len 40 mehr als vor einem Monat und 87 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.821 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑29; Vor­jahr: ‑515).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind mit 1.904 Per­so­nen 152 weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind 1.245 Per­so­nen arbeits­los gemel­det und damit 47 weni­ger als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 201 zu und im Bereich des Job­cen­ters um 37 ab.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Roth

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Roth liegt bei 2,5 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,5 Pro­zent, Vor­jahr: 2,4 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist mit 1.816 im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 33 gesun­ken und im Ver­gleich zum Vor­jahr um 29 gestie­gen.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Roth mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im April 706 neue Stel­len, das sind 491 mehr als vor einem Monat und 440 mehr als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.790 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +439; Vor­jahr: +169). Auf den bereits oben erläu­ter­ten Son­der­ef­fekt beim Stel­len­zu­gang im Land­kreis Roth wird an die­ser Stel­le noch­mals hin­ge­wie­sen.

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.125 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 31 Per­so­nen weni­ger. Beim Job­cen­ter sind 691 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich nahe­zu gleich vie­le. Im Ver­gleich zum Vor­jahr hat die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 89 Per­so­nen zuge­nom­men und im Bereich des Job­cen­ters um 60 abge­nom­men.

Foto: Bri­git­te Dorr