Zum Teich statt unter die Räder:  Jetzt aktiv werden und Frösche, Kröten und Molche retten

von | 14. Februar 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen (red). Mit dem Beginn des Früh­lings beginnt auch die Wan­der­zeit der Amphi­bi­en. Min­des­tens 6°C in der Nacht und Regen sind vie­ler­orts der Start­schuss für die all­jähr­li­che Wan­de­rung der Amphi­bi­en zu ihren Laich­ge­wäs­sern. Der LBV baut des­halb bald wie­der Amphi­bi­en­schutz­zäu­ne für die stark bedroh­ten Tie­re im Land­kreis auf. Die Vor­be­rei­tun­gen für die gro­ße Amphi­bi­en­wan­de­rung lau­fen bei den Akti­ven des LBV schon auf Hoch­tou­ren, damit Teich­mol­che, Gras­frö­sche und Erd­krö­ten auch in die­sem Jahr ihre Laich­ge­wäs­ser wie­der mög­lichst gefahr­los errei­chen kön­nen. Hel­fen­de Hän­de wer­den noch gesucht. Vor allem wäh­rend der Wan­de­rung bis etwa Mit­te April ist tat­kräf­ti­ges Enga­ge­ment bei der Kon­trol­le der Zäu­ne sehr will­kom­men.

Jedes Jahr aufs Neue wan­dern sie im Früh­jahr aus ihren Über­win­te­rungs­ge­bie­ten wie­der zurück zu ihren Tei­chen, Wei­hern und Seen: Mit zuneh­men­der Tages­län­ge, hoher Luft­feuch­tig­keit und stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren, vor allem nachts, ist mit den ers­ten wan­dern­den Amphi­bi­en zu rech­nen. Gras­frö­sche sowie Teich- und Berg­mol­che sind dann die ers­ten, die sich auf die Wan­de­rung bege­ben. Erd­krö­ten fol­gen spä­ter, wenn es noch wär­mer gewor­den ist. Vie­le der wan­dern­den Amphi­bi­en sehen sich auf ihren Wegen jedoch einer Viel­zahl an Gefah­ren aus­ge­setzt. Ohne spe­zi­el­le Schutz­zäu­ne und der enga­gier­ten Arbeit ehren­amt­li­cher Akti­ver wür­den vie­le den Weg zu ihren ange­stamm­ten Laich­ge­wäs­sern nicht über­le­ben. Vie­le LBV-Grup­pen stel­len bay­ern­weit daher mobi­le
Krö­ten­zäu­ne auf, um Amphi­bi­en an beson­de­ren Gefähr­dungs­stel­len vor dem Stra­ßen­tod zu ret­ten. Bereits seit vie­len Jah­ren betreut auch die LBV-Kreis­grup­pe Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen meh­re­re Amphi­bi­en­zäu­ne, z.B. bei Nenns­lin­gen, Wei­ßen­burg, Hei­den­heim oder Stirn. „Sobald die Zäu­ne ste­hen, kon­trol­lie­ren unse­re akti­ven die­se jeden Tag, am bes­ten am frü­hen Mor­gen. Befin­den sich Amphi­bi­en in den Eimern, wer­den die­se in Trans­por­tei­mern sicher über die Stra­ße getra­gen“, erklärt der LBV-Vor­sit­zen­de Sebas­ti­an Amler.

Aktiv im Amphi­bi­en­schutz

Wer beim Amphi­bi­en­ret­ten mit­ma­chen möch­te, darf sich gern an den LBV wen­den. Die Kreis­grup­pe freut sich jeder­zeit über neue Akti­ve. Vor­kennt­nis­se sind nicht zwin­gend nötig. Wie die Hil­fe funk­tio­niert, wie man die Tie­re rich­tig anfasst, wel­che Hygie­ne­vor­schrif­ten zu beach­ten sind und wie man Gras­frö­sche von Spring­frö­schen oder Berg­mol­che von Teich­mol­chen unter­schei­det, ist schnell gelernt. Auch beim Zaunauf­bau sind hel­fen­de Hän­de gern gese­hen.

Inter­es­sier­te kön­nen den LBV per Mail unter weissenburg@lbv.de über sei­ne Social-Media Kanä­le (Insta­gram @lbv_wug / Face­book @lbvWUG) kon­tak­tie­ren. Mehr Infor­ma­tio­nen und Mög­lich­kei­ten fin­den Sie auch unter: www.weissenburggunzenhausen.lbv.de.

Bild­un­ter­schrift: Erd­krö­te; Foto: Ralph Sturm/ naturfotos.lbv.de 

Kind mit Erd­krö­te; Foto: Dr. Chris­ti­an Stiersdorfer/ naturfotos.lbv.de