ANSBACH (RED). Mit jedem neuen Handgriff ist sie gewachsen: ihre Begeisterung für Technik. 20 Schülerinnen aus der Region, alle zwischen 12 und 14 Jahren, waren beim „Mädchen für Technik-Camp“ des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) bei der Robert Bosch GmbH mit dabei. Selbstständig fertigten sie ein elektronisches Musikinstrument, das Theremin, an. Ausbilder und Azubis standen beim Fräsen, Löten und Bohren mit fachmännischen Tipps zur Seite. Die Teilnehmerinnen der „Mädchen für Technik-Camps“ lernen letztlich nicht nur Berufe wie Industrie-mechanikerin und Elektronikerin für Automatisierungstechnik kennen, sondern erhalten auch einen realistischen Einblick in die Arbeitswelt. Ihre fertigen Arbeiten präsentierten die Teilnehmerinnen heute ihren Eltern, Unternehmensvertretern und weiteren Gästen.

Anlässlich des Camps sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Arbeitgeberverbände bayme vbm, die das Angebot ideell und finanziell unterstützen: „Um im internationalen Wettbewerb weiterhin einen Spitzenplatz einzunehmen, brauchen die bayerischen Unternehmen auch in Zukunft hochqualifizierte Nachwuchskräfte. Die bayerischen Metall- und Arbeitgeberverbände setzen sich aktiv dafür ein, den Anteil von derzeit rund 25 Prozent an weiblichen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie zu steigern. Denn gerade die bayerische Metall- und Elektroindustrie bietet Mädchen hervorragende Ausbildungs- und Berufsperspektiven. Deshalb engagieren wir uns seit Jahren für Projekte wie die ‚Mädchen für Technik-Camps‘, die Schülerinnen frühzeitig Technik-Berufe näherbringen.“

Dr. Bernhard Schwab, Amtschef im bayerischen Wirtschaftsministerium: „Wir fördern das Projekt seit Jahren, da wir insbesondere Mädchen und junge Frauen für MINT-Berufe gewinnen wollen! Die Initiative ist eine hervorragende Möglichkeit für Schülerinnen, Berufe kennenzulernen, die sonst bei den Mädchen vielleicht nicht so im Fokus des Interesses stehen. In den technischen Berufen fehlen Fachkräfte, sie bieten hervorragende Karrierechancen.“

Schülerinnen für Technik, Digitalisierung und Naturwissenschaften zu begeistern – das sei auch ein Leitmotiv des Projektträgers bbw, bekräftigte Prof. Günther G. Goth, bbw-Vorstandsvorsitzender: „Das gelingt uns mit differenzierten, kreativen und nachhaltigen Konzepten, die Mädchen technische Berufe hautnah erleben lassen.“ Seine Bilanz: „In den letzten 16 Jahren haben sich bayernweit über 3500 Schülerinnen in über 250 Technik-Camps beteiligt. Viele von ihnen haben mittlerweile in technischen Berufen erfolgreich Fuß gefasst.“

„Auch wir bei Bosch in Ansbach sind von der Initiative „Mädchen für Technik-Camp“ überzeugt“, so Steffen Dick, kaufmännischer Werkleiter der Robert Bosch GmbH Standort Ansbach, „Wir waren dieses Jahr bereits zum elften Mal als Kooperationspartner dabei und freuen uns dadurch bereits über 200 Mädchen einen Einblick in die technischen Berufe wie Industriemechanikerin oder Elektronikerin ermöglicht zu haben. Wir wollen sie dafür begeistern und so den Frauenanteil in technischen Berufen steigern, denn gemischte Teams bringen die besten Ergebnisse.“ Die „Mädchen für Technik-Camps“ sind eines von 16 Angeboten und Projekten der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern 4.0. Projektträger ist das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw). Hauptanliegen: Kinder und Jugendliche für Technik zu begeistern. Mittlerweile haben seit 2002 bayernweit mehr als 3200 Schülerinnen bei den „Mädchen für Technik-Camps“ mitgemacht. Auch in diesem Jahr tauchen wieder über 200 Schülerinnen in insgesamt 15 Camps in die Welt der Technik ein. Das Angebot ist bis auf die An- und Abreise kostenfrei. Weitere Informationen zu den Camps gibt es unter www.tezba.de, bei facebook.com/technikzukunftinbayern4.0 oder bei Youtube.de unter #mycampstory.

Foto: Für die Mädchen war das Beste am MfTC die Zusammenarbeit und die gegenseitige Unterstützung! Foto: Medienberatung der Wirtschaft GmbH

 

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