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Ernte mit Gaukel und Flegel

MAIHINGEN (RED). Sensen, Dreschflegel, historische Gerätschaften und Oldtimer-Traktoren sind am Sonntag, 5. August, beim 21. Schnitterfest im Einsatz. In Zusammenarbeit mit dem Gartenbauverein Maihingen-Utzwingen zeigt das Museum von 11 bis 17 Uhr, wie eine Getreideernte anno dazumal vor sich ging. Bevor es ab 13 Uhr „aufs Feld“ geht, kann man bereits ab 10 Uhr die Ausstellungen besuchen oder das Gelände samt Klosterkirche erkunden. Im Museumshof laden unter den alten Obstbäumen aufgestellte Tische und Bänke ab 11 Uhr zur gemütlichen Einkehr.

Um 13 und um 15 Uhr startet die Getreideernte auf dem Museumsfeld, wie sie in der Zeit vor dem Mähdrescher vor sich ging. Am späten Nachmittag pflügt ein Lanz-Bulldog das Stoppelfeld. Auch beim Dreschen im Museumshof kann ein Vergleich zwischen der Handarbeit mit den Flegeln und dem Einsatz der Dreschmaschine gezogen werden. „Wer will, darf sich selbst an den Dreschflegeln versuchen, nachdem er sich das nötige Taktgefühl bei den Könnern abgeschaut hat“, animiert Museumsleiterin Dr. Ruth Kilian alle Besucher zum Mitmachen. Sie freut sich auch in diesem Jahr auf die akustische Unterstützung durch die „Original Riasr Goißlschnalzr“. Die Oldtimerfreunde Nordries aus Belzheim präsentieren nicht nur ihre historischen Traktoren, sondern fertigen mit einer Strohbändermaschine Garbenbänder aus Seegras. Wie man Garbenbänder auch per Hand aus Seegras macht, können Kinder ausprobieren. Für sie sind eigene Aktionsmöglichkeiten geboten.

Von 13 bis 16 Uhr lädt das benachbarte Mühlenmuseum des Rieser Bauernmuseums- und Mühlenvereins zur Besichtigung ein. Hier wird eine über 100 Jahre alte Ölmühle mit ihrem beeindruckenden Kollergang mit senkrecht laufenden Mahlsteinen in Betrieb genommen. Einen Besuch wert sind zudem die originalen Mahlgänge der Klostermühle. Am Schnitterfest sind die Ausstellungen und das weitläufige Museumsgelände sowie die Klosterkirche von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Bildunterschrift: Am späten Nachmittag pflügt ein Lanz-Bulldog das Stoppelfeld Foto: Bruno Langner

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