Integer und authentisch ist die Benchmark

AALEN (PM) Als „Mountainbike Racingteam“ startet die UCI Profimannschaft um die altbekannten Herren Steffen Thum (GER/34), Simon Gegenheimer (GER/30) und Rémi Laffont (FRA/27) in die Saison 2019. Wegweisend sollen sowohl die elitäre Sponsoren- und Sportlerauswahl als auch die Herangehensweise an sich sein.

Mit der Präsentation hat Steffen Thum die Neuausrichtung um sein Radteam zwar noch nicht vollendet, jedoch öffentlich
Einblicke in die eingeschlagene Richtung gegeben. Eine wilde Ansammlung und Untergliederung der Sponsoren sucht
man sowohl auf dem Trikot, als auch auf der Homepage vergebens. Das Trikot ist in neutralem schwarz und mit nur drei
Partnern versehen, dem Sportbekleidungshersteller GOREwear, den Partnern aus den Emiraten mit der Arabian Epic Rennserie und die neu hinzugekommene Hotelkette Explorer Hotels aus der Alpenregion. Man kann es schon Alleinstellungsmerkmal nennen, denn ein solch leeres Trikot ist im Mountainbike Weltcup bislang eher selten anzutreffen.
„Inhalte sind uns wichtiger als Buchstaben“, so Steffen Thum, der ergänzt: „Wir wollen nicht einfach jeden Partner der uns ein paar tausend Euro gibt mit seinem Logo ablichten. Die Sportler sollen unsere Partner kennen, gemeinsam mit
Ihnen Radsport entdecken und weiterentwickelt. Nur so können wir an neue Ufer gelangen“. Und seine Strategie scheint aufzugehen, denn bei der im Explorer HotelBerchtesgadenveröffentlichten Mannschaft war niemals die Sprache von kurzfristigem Denken und einer dementsprechenden Zielsetzung.
„Steffen ist offiziell der Kapitän auf unserer Reise mit dem Team aber wie in einem Boot ist die Mannschaft dahinter ebenfalls wichtig. Wir können, dürfen und sollen sogar alle mitentscheiden bei der Gestaltung unserer Zukunft. Sponsoren wie auch Sportler, jeder nach seinen einzigartigenFähigkeiten. Aber wir können sicherlich keine stummen Geld- oder Tretmaschinen in unserem Team gebrauchen“, so der vierfache Deutsche Meister Simon Gegenheimer zu seiner alten/ neuen Profimannschaft.

In der Teamaufstellung sind neben den besagten drei Herren und der Langläuferin und Mutter Miriam Neureuther
(GER/28), auch zwei ganz neue Gesichter. Die erst 18-jährige, sprintstarke Marion Frommerer (GER/18) aus Passau.
Aufmerksam ist das Team auf sie geworden als sie in China überraschend dritte der Weltmeisterschaft im vergangenen
Jahr wurde. „Marion soll sich langsam ins Profigeschäft einfinden aber nach Talent muss man nach ihrer großen Show bei der WM nicht mehr Fragen“ so Teamleiterin Kerstin Thum. Und dann ist da noch eine weitere Überraschung im Fahrerportfolio: Denn eine israelische Fahrerin erwartet man nicht direkt als erstes in einem Team, welches unter anderem eine Rennserie in Dubai bewirbt. Gali Weinberg (ISR/21) ist ihr Name und die nur 42kg schwere Kletterspezialistin soll ebenfalls neuen, frischen Wind in die Truppe bringen. Man bemerkt direkt die internationale Ausrichtung und auch in Sachen Rennen soll diese deutlich werden. Der Weltcup in den verschiedenen Disziplinen von Sprint bis Marathon soll der Hauptspielplatz der Profis sein. International eben, genau wie auch die primär auf Englisch gehaltene Homepage. „Aalen ist zwar unsere Heimatbasis, doch das ist nur auf dem Papier der Fall.

Die Philosophie soll einen durchgehenden roten Faden von Fairness und einem weltoffenen Denken transportieren. Ich bin froh und stolz auf meine Heimat aber ob die Wurzeln der Sportler in Aalen, am Tourmalet, in den Alpen oder in Dubai sind, viel wichtiger ist, dass wir am Ende gemeinsam einen starken Stamm und schöne Blüten generieren“, so Kapitän Thum.

Foto: privat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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