Kinder schaffen Lebensraum für Vögel

ANSBACH (RED). Welches ist die größte Meisenart Europas, hat einen schwarz-weißen Kopf und eine gelbe Brust? Welcher schwarze Vogel macht sich in ganzen Trupps im Sommer über Kirschen her? Und welcher Vogel liebt Grillen und tritt schon Mitte Juli die Reise nach Afrika an? Die Antworten auf diese und weitere Fragen konnten 17 Kinder nun in einer gemeinsamen Aktion des Projekts Zukunft.Streuobst II des Landratsamtes Ansbach und dem Obst- und Gartenbauverein Unternbibert (Gemeinde Rügland) erfahren. Denn sie waren gekommen, um Nistkästen zu bauen. Und dann wollten sie schließlich auch deren zukünftige Bewohner kennenlernen.

Mit Akkuschrauber machten sich die Kinder gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern ans Werk und schraubten die Nistkästen zusammen. Die Bausätze wurden über Diakoneo in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung angefertigt, somit wurde auch dem sozialen Aspekt Rechnung getragen. Kreativität war danach beim Bemalen der Kästen mit ökologisch verträglichen Beutenfarben, also Farben speziell für Bienenkästen aus dem Imkereibedarf, gefragt. Ob rot, gelb, grün oder blau, einfarbig, marmoriert oder gestreift – wie der Kasten aussehen sollte, das blieb der Fantasie der Kinder selbst überlassen. Alle machten sich voller Tatendrang ans Werk, insgesamt 22 Vogelnistkästen und damit Lebensstätten für die heimischen Vögel wurden fertiggestellt. „Ich bin schon gespannt, wer bei mir einzieht“, bemerkte eines der Kinder begeistert. Die Nistkästen werden auf verschiedenen Streuobstflächen der Gemeinde angebracht. Weil natürliche Brutstätten inzwischen immer seltener werden, können Nistkästen Vögel bei der Jungenaufzucht unterstützen.

Gefördert wurde die Aktion über das Ersatzgeldprojekt Zukunft.Streuobst II des Landratsamtes Ansbach. Ersatzgelder sind Zahlungen, die bei Eingriffen in die Natur – beispielsweise dem Bau eines Windrades – geleistet werden müssen. Durch das Projekt werden Streuobstwiesen erhalten, gepflegt und aufgewertet.

Insgesamt 22 Nistkästen wurden von den 17 Kindern gebaut. Dabei lernten sie auch viel über die heimischen Vögel. Foto: Landratsamt Ansbach/Maria Enzner

 

 

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