Neue Fahrbahn und höherer Lärmschutzwall auf der A7 bei Giengen

GIENGEN (RED). Fahrbahnunebenheiten auf der A7 zwischen der Brenztalbrücke bei Giengen und der Hungerbrunnentalbrücke belasten die Anwohner/innen, v. a. auch in der Südstadt, erheblich. Auf Betreiben der Stadt erhält der in Zukunft auf 12 Meter verbreiterte Streckenabschnitt zusätzlich zum neuen Belag auf der Höhe vom Bühlwald einen höheren Lärmschutzwall.                                                                                                      Am 19. November beginnen die Arbeiten an dem zehn Kilometer langen Straßenabschnitt. Zuvor waren die Arbeiten im Blick auf die Umsiedlung geschützter Tierarten (z. B. der Zauneidechse) durchgeführt worden: Bereits im August hatte man den Oberboden partiell abgetragen und im östlichen Bereich entlang des Waldes „Großer Bühl“ auf der Giengen zugewandten Seite ein ca. 2.000 qm großes Ersatzhabitat hergestellt. Aktuell wird der Bewuchs auf dem bestehenden Wall beseitigt. Die städtische Grünfläche „Großer Bühl“ – entlang der A7 gelegen und erstmals in den Siebziger Jahren mit Mischwald bepflanzt – bot nach Angaben des Regierungspräsidiums zu keiner Zeit einen aktiven Lärmschutz. Daher gab es auch keine Grundlage für eine im Jahr 2013 teilweise geäußerte Vermutung, nach der die damals erforderlichen Baumpflege- und Rodungsmaßnahmen die Lärmbelastung verstärkt hätten.

Einer seinerzeit ebenfalls geprüften Aufforstung im nördlichen Bereich des „Bühlberg“ konnte vonseiten der Naturschutzbehörde nicht zugestimmt werden. Nun soll die Streckensanierung in Verbindung mit einem erhöhten Lärmschutzwall wirksame Abhilfe schaffen. Sie war nach langer Vorbereitung durch das Tiefbauamt Giengen im Juni vom Regierungspräsidium genehmigt worden. Den Ausschlag dafür hatte eine Intervention des Giengener Rathauschefs Dieter Henle gemeinsam mit Andreas Stoch, SPD-Fraktionschef im Stuttgarter Landtag gebracht. Insbesondere die ergänzenden Lärmschutzmaßnahmen sind auf das Betreiben der Stadt zurückzuführen. Dabei werden die bei den Fahrbahnarbeiten anfallenden Erdmassen direkt an der Strecke für den Lärmschutzwall verwendet. „Diese Wiederverwendung ist aus wirtschaftlicher sowie ökologischer Sicht und von der erwarteten Lärmreduzierung her sinnvoll“, kommentierte OB Dieter Henle. „Der vorhandene Wall wird auf einer Ausbaulänge von ca. 820 m auf Höhe des Bühlwalds um eineinhalb bis vier Meter erhöht. Davon erwarten wir uns auch unter Berücksichtigung eines früher erstellten Gutachtens einen wirksamen Schallschutz.“ Die genannte Untersuchung hatte eine deutliche Reduzierung der Immissionswerte durch eine aufgesetzte, zirka drei Meter hohe Lärmschutzwand ergeben. Eine entsprechende Wirkung durch die Erhöhung des vorhandenen Walls lässt sich daraus ableiten. Für die Baugenehmigung liegen der Bauantrag sowie die Stellungnahmen der Fachbehörden vor. Die Stadt Giengen ist zuständig für die Planung der Erhöhung des Lärmschutzwalles sowie die Ausschreibung, Bauleitung und Abrechnung der städtischen Baumaßnahme. Die Sanierung der Strecke wird voraussichtlich zwei Jahre dauern, die Arbeiten beginnen am 19. November und kosten den Bund rund 36 Mio. Euro.

FOTO: Privat

 

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