Polizeiliche Kriminalstatistik Landkreis Ansbach

Polizeiliche Kriminalstatistik 2018 für den Landkreis Ansbach vorgestellt

ANSBACH (ASC). Die Zahl der polizeilich erfassten Straftaten ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf 5.408 Fälle gestiegen. Besonders abgenommen hat hingegen die Zahl der Wohnungseinbrüche (70,8 Prozent). Dies geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik für den Landkreis Ansbach hervor, die Kriminaloberrat Dieter Hegwein, Dienststellenleiter der KPI Ansbach, mit Polizeidirektor Josef Mehringer, Dienststellenleiter der PI Ansbach, und Landrat Dr. Jürgen Ludwig im Landratsamt vorgestellt hat.

„Im Landkreis Ansbach lässt es sich sicher leben.“, stellten Kriminaloberrat Dieter Hegwein und Polizeidirektor Josef Mehringer bei der Präsentation der Polizeilichen Kriminalstatistik 2018 für den Landkreis Ansbach fest. Insgesamt zogen sie damit eine positive Bilanz. Die Fallzahlen sind mit einer Steigerung von 177 Fällen auf 5.408 in etwa gleichgeblieben, erklärte Hegwein.

Sehr niedrige Fallzahlen gab es mit einem Mordfall und drei Totschlägen bei den Kapitaldelikten. Im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurde ein Rückgang um 10,6 Prozent auf 101 Delikte verzeichnet. Die angezeigten Vergewaltigungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr über 36 Prozent auf 14 Delikte ab. Konstant hingegen blieb mit zwölf angezeigten Fällen der Tatbestand des Raubs. Das sei in dem riesigen Gebiet des Landkreises Ansbach sehr erfreulich, bewertete der Kriminaloberrat. Bemerkenswert sei auch, dass kein einziger Straßenraub im vergangenen Jahr zur Anzeige gebracht wurde. Damit ist das Risiko im öffentlichen Raum Opfer eines Überfalls zu werden in der Region sehr gering.

Im Landkreis wird seltener in Wohnungen eingebrochen. Hier war ein erneut auffälliger Rückgang von 70,8 Prozent zu verzeichnen. 21 Fälle wurden 2018 registriert. Davon konnte mehr als jeder zweite aufgeklärt werden. Als Grund für die sinkenden Fallzahlen nannte Hegwein die gestiegene Sensibilität der Bevölkerung sowie die gezielte Präventionsarbeit der Polizei. Jedes Jahr beteiligt sich die KRIPO Ansbach zum „Tag des Einbruchschutzes“ mit einem „Tag der offenen Tür“, an dem sie Bürgerinnen und Bürger beraten, welche Anstrengungen sie unternehmen können, um sich und ihren Besitz zu schützen.

Von einem hervorragenden Ergebnis sprach der Kriminaloberrat bei der Aufklärungsquote. Dort konnte eine Steigerung von 3,6 Prozentpunkten auf 69,2 Prozent verzeichnet werden. So wurden 3.722 Fälle polizeilich geklärt. Das sei, laut Hegwein, ein absoluter Spitzenwert. Bayernweit liegt die Quote bei 64,5 Prozent. Für die Aufklärung spiele die Bevölkerung eine wichtige Rolle, auf deren Hinweise die Polizisten angewiesen seien, führte Hegwein aus. „Die Bürgerinnen und Bürger sind ein ganz wichtiger Partner für die Polizei.“

Aufmerksam sein und aufeinander aufzupassen, dazu forderte auch Landrat Dr. Jürgen Ludwig die Bevölkerung auf. Diesem Appell schlossen sich die Polizisten an.

Und Josef Mehringer machte noch einmal klar: „Im Zweifelsfall immer die 110 wählen. Wir fahren lieber fünfmal zu viel als einmal zu wenig!“

Foto: Von links: Kriminaloberrat Dieter Hegwein, Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Polizeidriektor Josef Mehringer. Foto: Anika Schildbach

 

 

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