Leckeres von der Streuobstwiese – Rezepte gesucht

Ostalbkreis (wz). Die reiche Ernte auf den Streuobstwiesen der Ostalb geht zu Ende. Doch was tun mit all den köstlichen Früchten? Für das Regionalvermarkterportal Ostalb sucht die Landkreisverwaltung deshalb Rezepte, in denen die Erzeugnisse der Streuobstwiesen verwendet werden. Teilnahmeschluss ist der 30. November.

Seit über 150 Jahren prägen Streuobstwiesen unsere Landschaft. Sie tragen bis heute zur Eigenversorgung der Bevölkerung mit Äpfeln, Birnen, Kirschen oder Zwetschgen bei. Heute sind die landschaftsprägenden Streuobstwiesen mit großer Bedeutung für die Artenvielfalt in ihrer Existenz gefährdet. Für die landwirtschaftlich genutzten Streuobstwiesen gibt es deshalb Förderprogramme. Informationen für Landwirte gibt es beim Geschäftsbereich Landwirtschaft des Landratsamtes. Bei einigen Mostereien in der Biomusterregion Rems-Murr-Ostalb besteht die Möglichkeit einer EU-Biozertifizierung von Streuobstwiesen. Dadurch können höhere Preise bei der Ablieferung von Mostobst erzielt werden.
Nur wenn Streuobstwiesen weiter bewirtschaftet und die erzeugten Produkte konsumiert werden, können sie erhalten werden.
Zur Verwertung der reichen Ernte gibt es viele Möglichkeiten. Streuobst kann man nicht nur frisch essen. Man kann es versaften, verbacken, verkochen, Mus oder Konfitüre herstellen, dörren oder zu Obstbrand veredeln.
Während heute im Supermarkt nur wenige Apfelsorten angeboten werden, ist die Sortenvielfalt im Streuobstbau um ein Vielfaches höher. Die unterschiedlichen Reifezeitpunkte der verschiedenen Sorten ermöglichen eine Obstversorgung von Mitte August bis Ende Oktober und bei Einlagerung sogar bis in den März des kommenden Jahres. Als wertvolle Tafelsorten der Ostalb für den Frischverzehr werden z. B. die Apfelsorten Boskoop, Glockenapfel, Schweizer Orangenapfel oder Französische Goldrenette eingelagert.
Aus Fallobst wird schon seit altersher Most und Apfelsaft hergestellt. Aus 1,5 kg Äpfeln entsteht etwa 1 Liter Apfelsaft. Typische Keltersorten und Brennsorten sind Bohnapfel, Bittenfelder, Kardinal Bea und viele andere Apfelsorten. Als Mostbirnen eignen sich sehr gut Schweizer Wasserbirne oder Gelbmöstler. Erhältlich sind Säfte, Most und Brandweine direkt bei Regionalvermarktern oder in den Mostereien des Ostalbkreises. Oder man lässt sich den eigenen Apfelsaft in einer Mosterei pressen und als Wintervorrat in Bag-in-Box abfüllen.
Die Kleinbrenner im Ostalbkreis wurden mit ihrem Obstbrand „Der gute Brand von der Ostalb“ schon mehrfach prämiert. Außer frisches Tafelobst oder Saft gibt es bei der Verwertung des Obsts von der Streuobstwiese noch viele weitere leckere Möglichkeiten. Aus dem, was die heimische Landwirtschaft schon seit Generationen erzeugt, hat sich die traditionelle Küche der Region entwickelt. Im Rezeptteil des Regionalvermarkterportals www.regionalvermarkter-ostalb.de findet man unter dem Motto „So schmeckt die Ostalb“ traditionelle oder neue Rezepte aus regionalen Lebensmitteln zum Nachkochen.
Für den Menüpunkt „Leckeres von der Streuobstwiese“ sammelt der Geschäftsbereich Landwirtschaft nun Rezepte von den Erzeugnissen der heimischen Streuobstwiesen. Nehmen Sie am Gewinnspiel „Leckeres von der Streuobstwiese“ teil. Dazu schicken Sie uns einfach ihr Lieblingsrezept per E-Mail bis zum 30. November mit Angabe von Anschrift und Kontaktdaten an landwirtschaft@ostalbkreis.de.
Zu gewinnen gibt es Einkaufsgutscheine der heimischen Mostereien und Regionalvermarkter. „Ob köstlicher Apfelkuchen, saftiger Kirschauflauf, eingelegte Zwetschgen, Zwetschgenkonfitüre oder geröstete Walnüsse als Fingerfood – wir freuen uns über viele Rezepte von der heimischen Streuobstwiese! Machen Sie mit!“, so Katrin Kienzle vom Landratsamt Ostalbkreis.

Foto: Landratsamt Ostalbkreis

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