Integrierte Leitstelle Ansbach

Neue Transparenz in der Notfallrettung

ANSBACH (ASC). Rund 85 Krankentransporte und Notfälle steuert die Integrierte Leitstelle Ansbach pro Tag. Dabei sind sie zuständig für die Landkreise Ansbach, Neustadt a.d. Aisch/Bad Windsheim und die Stadt Ansbach, ein Gebiet von 3.340 km² und somit 320.000 Menschen. Tag und Nacht stehen sie bereit und nehmen Notrufe entgegen, leiten sie weiter und koordinieren die Hilfs- und Rettungsdienste. Dabei werden sie nun durch die Software „IVENA E-Health“, einen webbasierten Kapazitätennachweis, unterstützt. In einigen Bundesländern, wie z.B. Hessen, kommt „IVENA“ bereits zum Einsatz und wird nun in immer mehr Kommunen und Ländern implementiert. Durch sie sollen Patienten schneller der richtigen Klinik zugeführt werden können. Auch für Kliniken bietet die neue Software ihre Vorteile. Sie haben die Möglichkeit sich frühzeitig auf Notfälle einzustellen.

Bei IVENA handelt es sich um eine Informationsplattform, die für die Mitarbeiter der ILS, der Rettungsdienste und der Notaufnahmen zugänglich ist. In ihr werden für die Behandlung relevante Daten des Patienten eingegeben. Diese Daten werden, soweit bekannt, von der ILS und dem Rettungsdienst in das System eingegeben. Dabei berücksichtigt das IVENA die Ressourcen der Klinik und weist den Patienten bereits der geeigneten Abteilung einer Klinik zu. So besteht die Aufgabe der Kliniken darin, ihre Kapazitäten regelmäßig zu prüfen und gegebenenfalls Abteilungen im System zu schließen. So entsteht für den Rettungsdienst und die Kliniken eine neue Transparenz, durch die sich alle Beteiligten einen schnellen Überblick verschaffen können. Bisher mussten sich die Disponenten der Leitstelle per Telefon erkundigen, welche Klinik welche Notfälle aufnehmen kann. So bringt das System vor allem auch eine erhebliche Zeitersparnis mit sich.

Seit dem 3. September läuft das System nun in acht westmittelfränkischen Kliniken: in den drei Standorten von ANregiomed in Ansbach, Dinkelsbühl und Rothenburg, im Ansbacher Bezirksklinikum, in den Kliniken der Diakonie in Neuendettelsau sowie den Häusern in Neustadt und Bad Windsheim. Außerdem sehen die Disponenten der Ansbacher Leitstelle, welche Abteilungen in Nürnberg, Fürth und Erlangen zur Verfügung stehen. In Zukunft soll noch Schwabach dem System angeschlossen werden, dann wäre Westmittelfranken der erste bayerische Regierungsbezirk, in dem IVENA flächendeckend Anwendung findet.

Foto:  Leitstellenleiter Dominik Wenninger, war der erste Ansprechpartner. Foto: Anika Schildbach

 

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