Amtsgericht Ansbach

Neues aus dem Amtsgericht

ANSBACH (LZ). In einem Jahrespressegespräch über das vergangene Jahr gab die Direktorin des Amtsgerichts Ansbach Dr. Gudrun Lehnberger Einblicke in aktuelle Themen, die verschiedenen Abteilungen und wichtige Zahlen sowie einen Ausblick auf zukünftige Änderungen. Ein wichtiger Punkt waren dabei die großen Umbaumaßnahmen und die Digitalisierung.

Die Generalsanierung des Amtsgerichts, die im Sommer 2015 begonnen hat, wurde im letzten Jahr beendet. Infolge der schlimmen Vorfälle in Landshut und Dachau wurden bei den bayerischen Justizbehörden flächendeckend Zutrittskontrollen eingeführt. Seitdem werden alle Besucher auf Waffen und gefährliche Gegenstände untersucht. Ein weiterer Grund für den Umbau war die alte Hausinstallation, Beleuchtung und der Feuerschutz, die nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprachen. Auch die Anforderungen an ein barrierefrei zugängliches Gebäude waren nicht erfüllt.

„Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen entstand in unserem Gebäude ein großzügiger, gemeinsamer Eingangsbereich für das Amts- und Landgericht, der genug Platz für einen Kontroll- und Wartebereich bietet, das Gebäude für Besucher wie Mitarbeiter barrierefrei erschließt und nunmehr auch Kunstausstellungen ermöglicht.“, erzählte die Direktorin.

Im Amtsgericht ergibt sich ein Personalbestand von 142 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter Richter, Rechtspfleger, Gerichtsvollzieher und Beamte. 113 Personen davon sind weiblich, also fast 80 %. Und die Zahl steige weiterhin, so Dr. Lehnberger. Die Justiz werde immer weiblicher, was an den guten Teilzeitmodellen und einer optimalen Vereinbarung von Familie und Beruf liege.

Die Entwicklung der Verfahrens- beziehungsweise Eingangszahlen im Vergleich zum Vorjahr waren laut Dr. Lehnberger im Jahr 2018 uneinheitlich. „In vielen Bereichen gab es gleichbleibende oder leicht sinkende Eingangszahlen. Soweit die Verfahrenszahlen angestiegen sind, wurden damit weitestgehend Rückgänge aus dem Vorjahr ausgeglichen.“

Mit dem Stichwort Digitalisierung gab die Direktorin einen Ausblick in die Zukunft. In der bayerischen Justiz ist seit dem 1. Januar 2018 für alle Zivilverfahren und Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit der elektronische Rechtsverkehr für eingehende Nachrichten eröffnet. In Ansbach gehen derzeit monatlich ca. 500 Schriftstücke elektronisch ein. Eine vollständige elektronische Aktenführung und –bearbeitung erfolge in Bayern bisher nur an einzelnen Pilotgerichten. Bis spätestens 2026 solle die elektronische Akte jedoch bei allen Gerichten eingeführt sein. „Wir bereiten uns zurzeit darauf vor, von uns erstellte Dokumente ab Spätherbst dieses Jahres nicht mehr in Papierform, sondern elektronisch an die Empfänger zu übersenden, die über eine vor Fremdzugriff gesicherte Empfangsmöglichkeit verfügen.“ Am weitesten fortgeschritten seien der elektronische Rechtsverkehr sowie die elektronische Vorgangsbearbeitung im Bereich der Handelsregistersachen.

Foto: Die Direktorin des Amtsgerichts Ansbach Dr. Gudrun Lehnberger berichtete über das Jahr 2018 und zukünftige Änderungen im Amtsgericht. Foto: Larissa Zimmer

 

 

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