Bepflanzung Stadt Ansbach

Öffentliches Bunt zum Wohle der Bienen

ANSBACH (RED). Es muss nicht immer ein großer Garten sein, der Bienen und Insekten einen Lebensraum und ausreichend Nahrung bietet. Auch der Fenstersims kann richtig bepflanzt für Tiere willkommene Mahlzeiten im urbanen Umfeld vorhalten. Die Stadt Ansbach hat deshalb ihre Blumenkübel an den Fenstern des Stadt- und Rathauses wieder mit einer neuen bienen- und insekten-freundlichen Bepflanzung versehen. Die Blütenpracht verfolgt dabei gleich mehrere Ziele: Die Bepflanzung ist nicht nur ein optischer Farbtupfer für die Innenstadt und eine Nahrungsquelle für Bienen und Insekten, sondern auch ein Beispiel, wie man sein Anwesen mit ein paar Blumen optisch aufwerten und dabei noch etwas Gutes für die Umwelt tun kann.

So wurde von den städtischen Gärtnern wie auch im vergangenen Jahr bewusst eine Vielfalt bienen- und insektenfreundlicher Pflanzen eingesetzt und auf eine Monokultur in den Pflanzkübeln verzichtet. „Die Problematik des Bienen- und Insektensterbens hat spätestens seit dem erfolgreichen Volksbegehren ‘Artenvielfalt – Rettet die Bienen‘ die Mitte der Gesellschaft erreicht. Wir möchten mit mehr öffentlichem Bunt nicht nur das Stadtbild verschönern, sondern auch einen Beitrag leisten, um die Situation der Bienen und Insekten zu verbessern“, wie Oberbürgermeisterin Carda Seidel erklärt.

Wer selbst etwas an seinem Balkon für die Bienen und Insekten tun möchte, sollte folgende Grundregeln einhalten. Wichtig ist es, verschiedenste heimische Blumen zu pflanzen, um den Bienen so eine reichhaltige Auswahl an Nahrungsquellen anzubieten. Viele Wildbienenarten sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert und fliegen nur diese auf der Pollen- und Nektarsuche an. Es gilt daher: Je vielfältiger das Pflanzenangebot ist, desto besser. Bienen brauchen zudem regelmäßige Mahlzeiten. Indem sowohl früh, mittel, als auch spät blühende Arten angepflanzt werden, sorgt man dafür, dass das ganze Jahr über Nahrung vorhanden ist. Achten Sie außerdem darauf nur Pflanzen mit ungefüllten Blüten zu verwenden. Gefüllte Blumensorten, wie z.B. Geranien, gezüchtete Dahlien oder Garten-Chrysanthemen, sind zwar dekorativ und versprechen durch ihren Duft leckeren Nektar und Pollen, bieten aber in der Tat keine oder nur wenig.

Foto: Gefüllte Blumensorten, wie z.B. Geranien, sind zwar dekorativ und versprechen durch ihren Duft leckeren Nektar und Pollen, bieten aber in der Tat keine oder nur wenig. Foto: Stadt Ansbach

 

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