So wird der Direktvermarkter zum Chef

40 landwirtschaftliche Direktvermarkter reisten jüngst auf die Schwäbische Alb und lernten ein guter Chef im eigenen Unternehmen zu sein.

Heidenheim (pm). Im Wohlfühlambiente des Kulturhofs Erpfenhausen begrüßte Daniela Schweikhart vom Fachbereich Landwirtschaft im Landratsamt Heidenheim die aus ganz Württemberg und aus Teilen Bayerns angereisten Zuhörer. Der erste Tipp kam dabei direkt aus der regionalen Praxis: Sie riet den Direktvermarktern, bei OnlinePortalen wie „querfeldein“ im Landkreis Heidenheim, „Natürlich. VonDaheim“ des Landes Baden-Württemberg oder bei anderen Portalen präsent zu sein. Der Diplom-Ökonom und Unternehmensberater Matthias Dahms referierte anschließend über das Motivieren, das Delegieren und das Kritisieren aus der Rolle des Betriebsleiters. Mit guten Beispielen aus seinem reichen Erfahrungsschatz erläuterte er sein Führungsmodell sowie das Prinzip der unterschiedlichen Gestaltungsrahmen für Mitarbeiter und griff hierbei auch die Erlebnisse der Teilnehmer auf. Gespannt verfolgt wurden seine Ausführungen zu verschiedenen Mitarbeitertypen, basierend auf den Kriterien wollen und können. Ist das Können gering und das Wollen stark, handele es sich möglicherweise um einen neuen Mitarbeiter, der eine gute Einarbeitung und dichte Kontrollintervalle benötigt. Ist das Können hoch und das Wollen gering, handele es sich um den Veränderungs-Verlierer, einen Mitarbeiter mit einem hohen Potential und viel Frust, für den ein weiter Gestaltungsspielraum und viel Kontrolle und Motivation sinnvoll seien . Einen Mitarbeiter mit wenig Wollen und Können charakterisierte er als Vermeider, der eine hohe Kontrolldichte und viel Aufmerksamkeit von Seiten des Chefs benötige. Sind Können und Wollen gleich stark ausgeprägt, ist der Mitarbeiter der Leistungsträger im Team. Er braucht einen weiten Gestaltungsspielraum, wenig Kontrolle und Aufmerksamkeit. Im zweiten Vortrag erläuterte die Rechtsanwältin und Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbands in der Land- und Forstwirtschaft Nicole Spieß temporeich und anhand vieler Beispiele aus der Praxis die arbeits- und sozialrechtlichen Aspekte bei der Beschäftigung von Mitarbeitern. Besonders ging sie hierbei auf verschiedene Formen von Arbeitsverhältnissen sowie die Themen Urlaubsanspruch, Arbeitszeit, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder Kündigung eines Arbeitsverhältnisses ein. „Wir freuen uns über das gute Feedback zu unserem Fachtag, die Teilnehmer sind mit vielen neuen Ideen für ihren eigenen Betrieb nach Hause gefahren“, so das positive Fazit von Daniela Schweikhart im Anschluss an die Tagesveranstaltung.

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