WochenZeitung Altmühlfranken, Mörnsheim, Festwochenende, 1100-Jahrfeier

1100 Jahre – Festwochenende in Mörnsheim

MÖRNSHEIM (DO). Die Marktgemeinde Mörnsheim feiert noch bis Sonntag, 5. August, die erste urkundliche Erwähnung vor 1100 Jahren – und das in allen Facetten. Begleitet von großer Hitze, Musik und einer launigen Rede von Kultusminister Bernd Siebler, der die Schirmherrschaft für dieses Fest übernommen hatte, machten schon den Auftakt zu einem besonderen Ereignis.

Stilecht begrüßte der historisch gewandete Bürgermeister Richard Mittl die Gäste auf dem Kastnerplatz und las die Namen der Ehrengäste von seiner großen Papierrolle ab, um niemanden zu vergessen. Sein besonderer Gruß galt dem Kultusminister und der Politprominenz, die in der ersten Reihe Platz genommen hatte und mit Spannung auf die von Fritz Opitsch geschriebene Posse warteten.

Gut gelaunt stellte sich Bernd Siebler vor die kleine Tribüne und ließ sein Konzept in der Hülle. „Es ist großartig, was die Mörnsheimer auf die Beine gestellt haben“, lobte der Kultusminister das Engagement der Gemeinde und seiner engagierten Bürgerinnen und Bürger. Es sei nicht nur wichtig, sondern auch spannend, sich seiner Geschichte zu erinnern, sie zu leben und sich seine Wurzeln bewusst zu werden. Denn beim Durchdenken der eigenen Geschichte werde einem schnell bewusst, wie schnell die Gegenwart Vergangenheit ist. Die Vorbereitung und Durchführung eines Festes wie dieses schaffe viel Verbundenheit in der Gemeinde. „Das bayerische Herz schlägt im ländlichen Raum am lautesten“, so der Kultusminister, der nun gespannt darauf wartete, was es mit der Posse „Der Stieglitz des Herrn Hadubrand“ auf sich hatte.

Zwanzig Laiendarsteller hatten lange für dieses Stück geprobt, das der Mörnsheimer Fritz Opitsch bereits im Jahr 2004 als mittelalterliche Komödie geschrieben und für das 1100-jährige Jubiläum zu einer Posse umgeschrieben hat. Mit Schmunzeln erfolgten die Gäste den Einakter und bedankten sich bei den Laiendarstellern, Regisseur und Autor Fritz Optitz sowie Seuffleuse Roswitha Haag mit viel Beifall für die tolle Darbietung.

Heute und morgen wird in Mörnsheim noch mit Historischem Markt, Gauklern, Musik, Landsknechtlager und der Posse vom Stieglitz gefeiert. Kinderbelustigung mit Armbrustschießen, einer Märchenerzählerin sowie Malen, Kränze flechten, Holzwerkstatt und Streichelzoo steht ebenfalls auf dem Programm.  Und natürlich ist für das leibliche Wohl mit allerhand Speis und Trank bestens gesorgt. Die Mörnsheimer Landsknechte werden täglich mehrere Male durch die Gassen ziehen, heute am Samstag gemeinsam mit den Trommlern aus Treuchtlingen. Auch die Posse vom Stieglitz wird noch einige Male zu sehen sein.

Zu sehen ist auch eine Ausstellung im im historischen Quartier West im Markt Mörnsheim zum Thema „Geschichtungen – Positionen zu Stein . Haus . Kunst“ von Anette Koch, Konrad Risch, Elizabeth Steinhauser, Andrea Viebach und Norbert Zagel. Die Künstlerinnen und Künstler kommen aus den verschiedensten Regionen Bayerns und setzen sich mit dem spannenden Thema des Landschafts- und Kulturwandels am Beispiel des 1100 Jahre alten Ortes Mörnsheim im ehemaligen Gasthof Steff auseinander. Die Ausstellung ist bis 30. September geöffnet.

Weitere Informationen zum Festwochenende gibt es unter www.moernsheim.de.

Bildunterschrift: Die Posse : Der Stieglitz des Herrn Hadubrand. Foto. Brigitte Dorr

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