MdB Roderich Kiesewetter zu Besuch in Sontheim an der Brenz

Bei diesem Informationsgespräch im Sontheimer Rathaus konnte Bürgermeister Matthias Kraut berichten, dass sich die Gemeinde in einem leichten Bevölkerungswachstum befindet und eine rege Nachfrage nach Bauplätzen besteht.

SONTHEIM (pm). Für diese positiven Entwicklungen hat Sontheim in den Bereichen Bildung und Betreuung aber auch in die Schaffung von Wohnraum oder die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur viel Finanzkraft in den letzten Jahren investiert. „Von nichts, kommt nichts“, sagt Kraut und fügt an, „dass der Erhalt und die Modernisierung der kommunalen Infrastruktur die Gemeinde schon jetzt und in den nächsten 10 bis 15 Jahren vor enorme finanzielle Herausforderungen stellen werden“.

Um diese nicht weniger werdenden Aufgaben bewältigen zu können, werden Fördermittel von Bund und Land dringend benötigt. MdB Kiesewetter hat seine Unterstützung zugesagt und betont, dass leistungsfähige Kommunen im ländlichen Raum nicht nur den Menschen eine lebenswerte Heimat geben, sondern auch Standorte vieler mittelständischer Unternehmen sind und damit zur guten Wirtschaftsleistung in Deutschland beitragen. Wichtiges Ziel der Bundesregierung sei es deshalb, gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen.

Die rechtzeitige Bereitstellung von Bauplätzen hat in Sontheim an der Brenz eine hohe Priorisierung. Auch beim Thema Wohnen konnte BM Kraut berichten, dass 3 Projekte an verschiedenen Standorten in Planung sind, die künftig das Angebot an barrierefreien Wohnungen deutlich erhöhen werden. Das passe zu den Zielen der Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik der Bundesregierung, die u.a. den Abbau von Barrieren im Wohnungsbestand und im Wohnungsumfeld fördere, damit der Bedarf von 2,9 Millionen altersgerechten Wohnungen bis 2030 gedeckt werden könne, so Kiesewetter.

In diesem Zusammenhang ist auch die Weiterentwicklung der Brenzbahn sehr wichtig, „da wir als Wohnort noch interessanter werden, wenn man schneller und öfter von A nach B kommen kann“, so Kraut. Hier sind sich MdB Kiesewetter und BM Kraut einig, dass wie bisher schon geschehen, alle Akteure konsequent und mit voller Kraft an einem Strang ziehen müssen.

Damit eine homogene und flächendeckende Breitbandversorgung  erreicht werden kann, verlegt die Gemeinde konsequent bei Straßenbaumaßnahmen Leerrohre nach dem Allgemeinen Breitbandplan. Das langfristig ausgelegte Ziel von Sontheim bleibt der Glasfaserausbau bis ans Haus. „Für diesen Breitbandausbau, müssen auch in der Zukunft Förderprogramme bereitstehen, die die Co-Finanzierung der Kommunen deutlich reduzieren und bürokratisch überschaubar bleiben.“, so der Wunsch von Bürgermeister Kraut. Kiesewetter begrüßte diesbezüglich den Relaunch der Breitbandförderung des Bundes im Sommer letzten Jahres. Auch das Land Baden-Württemberg habe zwischenzeitlich nachgezogen und stellt ab Februar eine neue und angepasste Förderkulisse bereit.

Ein weiteres Thema war die Sanierung des Lückenschlusses der B 492 zwischen Brenz/Bergenweiler und Hermaringen. Inzwischen ist daraus eine gefühlte unendliche Geschichte geworden. Eine weitere Verzögerung der Sanierung dieses abgenutzten Zwischenstückes wäre ein Rückschlag für unsere Region. „Hier muss dringend etwas getan werden, Unfälle sind schon genug passiert“, so das traurige Resümee von Kraut. Laut Auskunft des BMVI an Kiesewetter werde derzeit die fachaufsichtliche Beurteilung der vorgelegten Kostenfortschreibung im BMVI durchgeführt. Ein Ergebnis, ob die Kostenfortschreibung anerkannt werden kann, soll noch für das erste Quartal 2019 angestrebt werden. Ein Baubeginn des Vorhabens, wie von der Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg im Jahr 2019 vorgesehen, sei aus Sicht des BMVI grundsätzlich möglich ist. „Sofern nicht noch irgendwelche weiteren Hiobsbotschaften auftauchen und alle Beteiligten zusammenarbeiten, rückt der Lückenschluss in greifbare Nähe!“ meinte der Abgeordnete.

Weitere lokalpolitische Themen, wie beispielsweise Integrationsmanagement, ärztliche Versorgung oder Gewerbeansiedlung wurden besprochen.

Kiesewetter freute sich über den Besuch der Gemeinde und dankte Bürgermeister Matthias Kraut für den wertvollen Einblick in die Entwicklung: „Es ist toll, dass Sontheim sich zukunftsfest aufstellt und sowohl an die ältere Bevölkerung denkt als auch mit der geplanten Sanierung des Schulzentrums die junge Generation im Blick behält. So bleibt die Gemeinde auch in Zukunft attraktiv!“

Foto: pm

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