Firma Mader Spende Caritas Ansbach

Spende statt Kundengeschenke

ANSBACH (ASC). Jedes Jahr verzichtet die Firma Johann Mader bewusst auf Kundengeschenke und spendet stattdessen an soziale Einrichtungen. Schon fast zur Tradition geworden ist dabei die alljährliche Spende an die Caritas Ansbach. Verschiedene Bereiche der Caritas möchte Mader unterstützen und nachdem im letzten Jahr das Frauenhaus eine Spende erhielt, wurde heuer die Sozialstation bedacht.

Drei Sozialstationen in Ansbach, Lehrberg und Rothenburg mit insgesamt 26 Pflegekräften und sechs Hauswirtschafterinnen betreibt die Ansbacher Caritas. Zum Angebot der Sozialstationen gehört, neben der ganzheitlichen Pflege, auch die Beratung, die hauswirtschaftliche Versorgung, die Einzelbetreuung sowie verschiedene Entlastungsangebote für Pflegende Angehörige. Leider gebe es in diesem Bereich viele Leistungen, die nicht kostendeckend sind, erklärte Heinz Kestler, Geschäftsführer des Caritasverbandes Ansbach. „Die meisten Leute glauben wohl die ambulante Pflege werde vollständig über die Pflegeversicherung finanziert, aber das ist durchaus nicht der Fall. Dafür sind Trägeranteile notwendig.“, führte Kestler aus. Als ein Beispiel nannte er das Richten der Medikamente wofür die Krankenkassen 5,97 Euro veranschlagen. Darunter fällt, wie Manuela Silva, Leiterin der ambulanten Krankenpflegestation Ansbach, erklärte, die Medikamentenbestellung, das Richten und die Übergabe an den Patienten. Dabei sei es egal, ob ein Patient 2 Tabletten am Tag nehmen müsse oder fast 20, die Pauschale bleibe immer gleich. Diese Aufgabe müsse unter höchster Konzentration erfolgen und sei mit einem enormen Zeitaufwand verbunden, so Silva. Auch bei der Anfahrt werde eine Pauschale erhoben. Unabhängig vom Anfahrtsweg des Pflegepersonals zahlen die Kassen 5,32 Euro. Auch der Nachtzuschlag, den ein Träger leisten muss, werde hier nicht berücksichtigt, klagte Kestler. „Das geht voll zu Lasten des Trägers.“, klagte Kestler. Gleichzeitig werde die nächtliche Rufbereitschaft aber von den Kassen gefordert, ohne eine Entschädigung zu leisten.

Deshalb sei man froh, wenn man durch Spenden, Mittel habe, womit man so etwas ausgleichen könne, so Kestler. Eigentlich sei die Spende von 1.000 Euro des Logistikunternehmens Johann Mader aber für die hausinterne Altenpflegeausbildung gedacht, die im Jahr 10.000 Euro kostet. Dennoch halten sowohl Kestler als auch Silva die interne Ausbildung für richtig und wichtig.

Kestler betonte ferner, dass eine Spende an die Sozialstation sehr selten und in dieser Höhe noch nie vorgekommen sei, was Klaus Springer, Niederlassungsleiter der Mader Gruppe, sehr freute. Die Caritas unterstütze man immer wieder gerne.

Foto: Von links: Klaus Springer, Niederlassungsleiter der Mader Gruppe, Susanne Martin, Personal- und Verwaltungsleiterin von Mader Gruppe, Manuela Silva, Pflegedienstleitung der Caritas in Ansbach und Heinz Kestler, Geschäftsführer des Caritasverbandes Ansbach Foto: Anika Schildbach

 

 

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