Bayerischer Bauernverband, Blühflächen, Patenschaft, Ulrich Lange

Ulrich Lange ist erster Blühflächenpate

DONAU-RIES (RED). Die öffentliche Diskussion um die Zukunft der Landwirtschaft wird häufig leider nur sehr oberflächlich geführt, stellt Kreisobmann Karlheinz Götz zunehmend fest. Dies zwingt uns noch mehr, das direkte Gespräch mit den verantwortlichen Politikern zu führen, ergänzt Susanne Löfflad, stellvertretende Kreisbäuerin, während dem Kreisvorstandsgespräch des Bayerischen Bauernverbandes, Kreisverband Donau-Ries, mit MdB Ulrich Lange.

Der öffentliche Druck ist enorm und reicht weit in die bäuerlichen Familien hinein. Man hat oft den Eindruck, dass für alle Missstände dieser Welt die Bauern verantwortlich sind. Viele Vorleistungen der Landwirte im Hinblick auf Naturschutz und den Artenschwund werden in der öffentlichen Darstellung leider oft nicht ausreichend wiedergegeben und anerkannt, bemängelt Michael Stiller, Geschäftsführer des BBV. Und trotzdem sind wir davon überzeugt, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung durchaus die Leistungen der Landwirte erkennt und wertschätzt. Auch deshalb sind wir der Meinung, dass unser Projekt der Blühflächenpatenschaft ein voller Erfolg wird und viele Bürgerinnen und Bürger bereit sind, mit fünf Euro oder mehr ihren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten und eine Patenschaft für Blühflächen übernehmen, sagt Karlheinz Götz.

Ulrich Lange findet diese Idee sehr gut und geht mit gutem Beispiel voran und übernimmt für 100 Euro eine Patenschaft für 500 Quadratmeter Blühfläche. Beim Thema Flächenfraß war man sich ebenfalls einig, dass jetzt aktiv dagegen gesteuert werden muss. Hierzu gehört auch zu hinterfragen, ob jede Umgehungsstraße notwendig ist, wie der Schienenausbau beschleunigt werden kann und wie die Revitalisierung attraktiv ausgestaltet werden kann, um eine Bebauung auf der grünen Wiese zu verhindern.

Lange erklärt, dass die Förderung der Revitalisierung auch ein wichtiges Thema in Berlin sei. Er setze sich hier für Verbesserungen ein. Lange macht aber auch deutlich, dass für ihn der Ausbau der B 25 zur Stärkung der heimischen Wirtschaft absolut wichtig sei. In Berlin ist Lange zudem derzeit ganz besonders mit den Themen Breitbandausbau und 5G beschäftigt. Dabei sei es ihm besonders wichtig, sicherzustellen, dass innovative Anwendungen auch in der Fläche möglich seien. Der Ausbau des schnellen Internets ist auch heute schon für die Landwirtschaft zwingend erforderlich, sagt Götz.

Hier darf der ländliche Raum nicht abgehängt werden. Nach wie vor wird der Landkreis Donau-Ries von einer starken Schweine- und Rinderhaltung geprägt. Leider müssen wir auch feststellen, dass wir in den letzten 15 Jahren über 50 Prozent aller Rinder und Schweine im Landkreis verloren haben. Dieser hohe Rückgang der Tierzahlen ist zum großen Teil der immer höher werdenden Auflagen geschuldet, betont Jürgen Wörner, Vorsitzender des VlF Donau-Ries. Gerade deshalb, können wir nicht nachvollziehen, warum die Bundesregierung in der Ferkelkastration nach wie vor den „4. Weg“ (örtliche Betäubung) nicht mitgehen will, sagt Stiller. Die vom Einzelhandel und Molkereiwirtschaft angestoßene Diskussion um die Anbindehaltung oder die neuen Forderungen nach einer weiteren Verschärfung der Düngemittelverordnung ist für die Landwirte nicht mehr zu verstehen. Hier fordert die Landwirtschaft mehr Planungssicherheit und nicht ständig neue Vorschriften und Gesetze.

Die Politik muss hier mehr Nachhaltigkeit liefern und zurück zur Sachpolitik kommen, fordert Götz. Deshalb ist es wichtig und richtig, solche Gespräche regelmäßig zu führen, sagt Götz und bedankt sich beim Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange für sein Engagement für die Landwirtschaft.

 

 

Bildunterschrift:     Ulrich Lange geht mit gutem Beispiel voran und übernimmt eine Blühflächenpatenschaft.      FOTO:     Sabrina Wenninger

 

 

 

 

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