Lichtanau Ansbach politischer Dialog MdL Ländner

Keine „NO-GO Areas“

Lichtenau (luh). Obwohl ein lauer Sommerabend durchaus für einen Besuch im Biergarten oder Freibad lockte, waren die Stuhlreihen in der alten Turnhalle in Lichtenau gut gefüllt. Auf Einladung von Landtagsabgeordneten Andreas Schalk, war der Vorsitzende des Innenausschusses im bayerischen Landtag MdL Manfred Ländner zu Gast.

Der Ortsverband Lichtenau um seinen Vorsitzenden Norbert Häßlein hatte bei Andreas Schalk schon länger angeklopft. „Wenn ihr mal eine Veranstaltung zum Thema innere Sicherheit machen wollt, dann kommt’s zu uns.“ Begründen konnte Häßlein sein Interesse daran auch. „Der Populismus, der in Bayern rund um das Thema innere Sicherheit und Polizeiarbeit herrscht, ist nicht auszuhalten.“ In die gleiche Kerbe schlug dann auch Manfred Ländner, der zunächst aber mit der „zerstrittenen“ Opposition hart ins Gericht ging. Die CSU-Fraktion im Landtag sei dagegen einig und „auch die Herzkammer der Partei“. Bezüglich der Polizeiarbeit gab er zu, dass der Personalstand etwas dem Bedarf hinterherhinke. Das erkläre sich aus den Gegebenheiten der Gegenwart wie „Teilzeitarbeit, neue Kriminalitätsfelder und der Lücke welche, die Baby-Boomer bald reißen. Aber speziell für das Jahr 2019 erwartet Ländner einen sukzessiven Anstieg der Beamtenzahlen auf den Dienststellen nach der Ausbildungsoffensive 2016. Gerade in der Urlaubszeit hört der Innenpolitiker oft Sätze wie „schön ist es wieder daheim in Bayern zu sein.“ Das liege an der guten Infrastruktur Bayerns und dem Sicherheitsgefühl zuhause. Anders als in anderen Bundesländern gebe es in Bayern nicht eine „NO-GO-Area“. Also Orte, wo selbst die Polizei sich nur im Notfall hintraue. Familien würden nach eben jener Sicherheit suchen. Erreicht habe man das durch kontinuierliche Sicherheitspolitik. Zu dieser Kontinuität zähle auch eine stetige Anpassung der Befugnisse der Polizei an deren Anforderungen. Zuletzt geschehen im neuen Polizeiaufgabengesetz. Obwohl die neueste Nivellierung erst zwingend wurde durch Neuerungen im europäischen Datenschutzgesetz. Notwendig sei es aber auch alleine wegen den modernen Anforderungen der Technik und der digitalen Daten. Das „darknet“ bezeichnete Ländle als Spielplatz des Verbrechens und einen Ort an dem man alles Schlimme was man sich vorstellen könne mal zwei nehmen müsse um dann in der Realität des „darknets“ zu landen. Im Anschluss wurde zum Thema innere Sicherheit noch lebhaft und kontrovers diskutiert. Vor Ort waren auch zahlreiche Vertreter der Exekutiven, wie auch der leitende Kriminalrat Dr. Holger Plank vom Polizeipräsidium Mittelfranken. Leitende Kriminalrat Dr. Holger Plank vom Polizeipräsidium Mittelfranken

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Bildunterschrift:  MdL Manfred Ländnder war zu Gast in Lichtenau

 

 

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