Was hat Falschgeld mit der Sicherheit in der EU zu tun?

Aalen (wz). Zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung des EUROPoint Ostalb zum Thema „Falschgeld erkennen leicht gemacht – Was hat Falschgeld mit der Sicherheit in der EU zu tun?“ waren am 19. Februar Schülerinnen und Schüler des Berufsschulzentrums Aalen mit ihren Lehrkräften eingeladen. Als Referent konnte der Experte für gefälschte Banknoten bei der Europäischen Zentralbank in Frankfurt, Martin Münd, gewonnen werden. Dieser stand nach seinem Impulsvortrag den rund 200 interessierten jungen Menschen Rede und Antwort. Unter der Kampagne „EU Protects“ hat die Europäische Kommission verschiedene lokale „Helden“ vorgestellt, die grenzübergreifend zusammenarbeiten, um in ihren jeweiligen Themenbereichen die Bürgerinnen und Bürger in Europa zu schützen. Für Deutschland zählt u. a. Martin Münd als Experte für gefälschte Banknoten bei der Europäischen Zentralbank in Frankfurt zu diesen stillen Helden. Dem EUROPoint Ostalb ist es gelungen, Martin Münd für einen Vortrag an das Berufsschulzentrum nach Aalen einzuladen. Nach der Begrüßung durch den Schulleiter der Technischen Schule Aalen, Bernhard Wagner, und Ulrike Schilling vom EUROPoint Ostalb berichtete Münd, dass gemessen an der Gesamtmenge der im Umlauf befindlichen Euro-Banknoten in Höhe von mehr als 23 Milliarden Euro der Anteil von Falschgeld relativ gering sei. „Die neuen Sicherheitsmerkmale scheinen Wirkung zu zeigen“, so Münd. 559.000 „Blüten“ wurden nach Angabe der Europäischen Zentralbank (EZB) in 2019 sichergestellt. Nicht nur klassische Fälschungen aus der Druckerpresse oder Farbkopien werden von den Fälschern in Umlauf gebracht, sondern auch Spielgeld oder sogenanntes „Movie Money“. Münd warnte eindringlich vor missbräuchlicher Verwendung. Der Experte für gefälschte Banknoten wies das Publikum darauf hin, dass Verbraucher die Euro-Scheine selbst verhältnismäßig leicht nach dem Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“ überprüfen können. Bei der Herstellung der Euro-Banknoten werde eine spezielle Drucktechnik verwendet. Auch weisen die Euro-Banknoten einige gut erkennbare Sicherheitsmerkmale auf, durch die sie, ohne spezielle Hilfsmittel, leicht von Fälschungen unterschieden werden können. Die Sicherheitsmerkmale wurden von Münd detailliert erläutert. Auch konnten sich die Schülerinnen und Schüler selbst von der Echtheit einiger Banknoten überzeugen, Falschgeld und „Movie Money“ begutachten sowie zahlreiche Fragen an Martin Münd stellen.

Foto: Landratsamt Ostalbkreis

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