Wilhelma schließt bis auf weiteres

Stuttgart (wz). Aus Gründen der Gesundheitsvorsorge schließt auch die Wilhelma ab Dienstag, 17. März, vorerst ihre Tore. Zwar sind der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart und seine Belegschaft bisher nicht von Corona- Fällen betroffen. Da es jedoch bislang nicht gelungen ist, die Ausbreitung des Virus SARS CoV 2 in der Region erkennbar zu verlangsamen, erstrecken sich nun die rigorosen Vorsichtsmaßnahmen des Landes Baden- Württemberg zum Infektionsschutz auch auf die Wilhelma. „Auch wenn wir selbst verschont geblieben sind, ziehen wir an einem Strang mit allen anderen Einrichtungen des öffentlichen Lebens und stellen den Publikumsverkehr ein“, sagt Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Wir wollen nichts unversucht lassen, die potenziellen Verbreitungswege, soweit irgend möglich, zu minimieren.“ Die Wilhelma hatte in den vergangenen Tagen schrittweise immer strengere Maßnahmen ergriffen. Alle Zusatzangebote, die Menschen an einem Punkt zusammenbringen, wie Führungen oder kommentierte Fütterungen, waren bereits gestrichen worden. Seit Samstag waren zudem alle Tier- und Pflanzenhäuser geschlossen und nur noch die historische Parkanlage und Außengehege für Gäste zu besuchen. Als äußerstes Mittel soll die Schließung dazu beitragen, dass möglichst wenig Menschen ohne absolute Notwendigkeit aufeinander treffen. „Unser höchstes Gut ist die Gesundheit der Gäste sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betont Kölpin. „Hinter verschlossenen Toren wird der Betrieb allerdings weiterlaufen, denn wir müssen auch das Wohl unserer Tiere und Pflanzen sicherstellen.“ Hierfür hat die Wilhelma einen Notfallplan erarbeitet, um die ständige Einsatzbereitschaft gewährleisten zu können. Rund 11.000 Tiere in fast 1200 Arten sowie 8.500 Pflanzenarten und -sorten brauchen tägliche Hege und Pflege, um überleben zu können.

Foto: Wilhelma Stuttgart

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