Luftbeobachtung in Mittelfranken aufgrund hoher Waldbrandgefahr

MITTELFRANKEN (RED). Die Regierung von Mittelfranken hat im Einvernehmen mit dem regionalen Waldbrandbeauftragten der Bayerischen Forstverwaltung für Samstag, 28. Juli und Sonntag, 29.07.2018 die Luftbeobachtung aufgrund hoher Waldbrandgefahr für den Regierungsbezirk Mittelfranken angeordnet.

Aufgrund der hohen Temperaturen und den geringen Niederschlägen der vergangenen Wochen ist die Vegetation ausgetrocknet und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Waldbrand entsteht, wesentlich gestiegen.

Die Befliegung wird von ehrenamtlichen Piloten der Flugbereitschaft der Luftrettungsstaffel Mittelfranken durchgeführt. An Bord des eingesetzten Flugzeugs befinden sich neben dem Piloten je ein eigens dafür ausgebildeter Luftbeobachter der Feuerwehr und der Forstbehörden, die die relevanten Waldgebiete aus der Luft auf mögliche Brandgefahren hin absuchen. Wird ein Brand festgestellt, wird aus der Luft per Funk die Feuerwehr alarmiert und die Einsatzkräfte werden zur Brandstelle gelotst.

Die Flüge finden in den Nachmittagsstunden statt, wenn die Waldbrandgefahr durch Hitze und Freizeitaktivitäten der Bevölkerung am größten ist.

Am Sonntag hat der Stützpunkt der Flugbereitschaft in Gunzenhausen Dienst. Beflogen wird dabei eine festgelegte Route, die von Erlangen-Dechsendorf über Schnaittach, Hersbruck und Allersberg bis nach Pleinfeld führt. Von dort wird über Abenberg, Nürnberg-Mohrenbrunn, Nürnberg-Buchenbühl und Erlangen-Tennenlohe, mit einer Schleife über Emskirchen, Wilhermsdorf, Heilsbronn und Windsbach wieder zum Ausgangspunkt zurückgeflogen. Auf diese Weise können die besonders gefährdeten Waldgebiete, z. B. der Sebalder und Lorenzer Reichswald bei Nürnberg und auch das westliche Mittelfranken aus der Luft gut eingesehen werden und auf mögliche Rauchentwicklung kontrolliert werden.

Die Regierung von Mittelfranken trägt die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds.

Die Regierung von Mittelfranken appelliert an die Waldbesucher, das von Anfang März bis Ende Oktober geltende Rauchverbot im Wald unbedingt einzuhalten und bei Freizeitaktivitäten Vorsicht walten zu lassen. Bereits eine achtlos weggeworfene Zigarette kann die trockene Bodenvegetation entzünden und einen folgenschweren Brand auslösen. Gefährlich ist wegen der heißen Fahrzeugkatalysatoren auch das Parken auf trockenem Gras.

Bildunterschrift: Waldgebiete werden aus der Luft auf Gefahren abgesucht. Foto: Brigitte Dorr

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